Tarifvertrag deutsche bahn arbeitszeit

Beispiele für zentralisierte Tarifverhandlungen auf Unternehmensebene finden sich in Belgien, wo der Nationale Gemischte Ausschuss der SNCB-NMBS eine Schlüsselrolle bei der Beschäftigungsregulierung spielt, und in Spanien, wo die zentrale Unternehmensleitung Leitlinien und Entscheidungen über die arbeits- und verhandlungspolitische Politik definiert, die auf lokaler Ebene anzuwenden sind. In Frankreich verfügt die SNCF über eine recht zentralisierte Struktur von Tarifverhandlungen auf Unternehmensebene, ebenso wie die Bulgarische Staatsbahn (BDZ EAD) in Bulgarien. Im Gegensatz zu diesen Vereinbarungen auf Konzernebene, die möglicherweise durch spezifische Geschäfte auf Tochterebene ergänzt werden, gibt es im Vereinigten Königreich eine stark dezentralisierte Struktur, in der mehrere Einzelunternehmen vorherrschen, selbst wenn verschiedene Eisenbahnunternehmen derselben Gruppe angehören. So führte der Marktanteil des güterverkehrsdeutschen Unternehmens DB Schenker (das für den Güterverkehr innerhalb des DB-Konzerns zuständige Unternehmen) durch Marktgewinne privater Wettbewerber von 95 % im Jahr 2002 auf 75 % im Jahr 2009. Die zunehmende Internationalisierung bestimmter Unternehmen, Von ausländischen Konzernen gegründete Tochtergesellschaften, Joint Ventures, Partnerschaften und Übernahmen zwischen europäischen Unternehmen sind auf dem Güterverkehrsmarkt üblich. So hat DB Schenker viele Tochtergesellschaften gegründet und viele Unternehmen in ganz Europa übernommen und ist heute in mehr als 100 Ländern weltweit tätig. Sie erwarb 2007 ein walisisches und ein Schweizer Unternehmen sowie 2009 zwei polnische Unternehmen, während ihre Tochtergesellschaft in Frankreich (Euro Cargo Rail) nach SNCF Fret der zweitwichtigste Betreiber im Güterverkehr ist und bis Ende 2011 einen Anteil von 15 % am Binnenmarkt erreichen wird. Der Infrastrukturbetreiber Jernbaneverket ist die staatliche Behörde, die für den Besitz und die Instandhaltung des Eisenbahnnetzes zuständig ist. In Belgien führt der Unternehmenspräventionsdienst der SNCB-NMBS alle fünf Jahre eine Risikoanalyse durch. Es gibt auch ein bilateral es ausgearbeitetes Protokoll zum Sozialabkommen 2008–2010 mit dem Titel “Umschulung von Personal bei Untauglichkeit für normale Aufgaben”. Auch in Ungarn wurden in Ungarn unternehmensspezifische Gleichstellungspläne von der ungarischen Staatsbahn, der M.V.

und der Györ-Sopron-Ebenfurt Railway Co. (GYSEV) aufgestellt. Die Eisenbahn verzeichnete zwischen 1995 und 2009 im Vergleich zu allen anderen Verkehrsträgern die schlechteste Leistung im Güterverkehr. Die Gütertransportkapazität der Eisenbahnen (in Millionen tonnenkilometern) ging in diesem Zeitraum um 6,3 % zurück, während die Gesamtkapazität des Güterverkehrs um etwa 19 % zunahm (der Straßengüterverkehr stieg um etwa 31 %, der Luftfrachtverkehr um 24 % und der Seefrachtverkehr um etwa 17 % (Tabelle 4). Die Privatisierung der Eisenbahn begann 1993 mit dem Verkauf des ehemaligen nationalen etablierten Betreibers British Rail, wodurch ein komplexes System privater Unternehmen sowohl im Zugbetrieb als auch in der Eisenbahninfrastruktur entstanden ist. Laut dem 2005 veröffentlichten Abschlussbericht des europäischen Projekts “Repräsentation und bessere Integration von Frauen in die Eisenbahnberufe” (764 KB PDF) und den gemeinsamen Empfehlungen von CER und ETF zur besseren Vertretung und Integration von Frauen (671 KB PDF) aus dem Jahr 2007 ist der Sektor im Allgemeinen stark maskulinisiert, mit relativ geringer Frauenbeschäftigung.